Durch ein Bewerbungsverfahren, an dem Schulen bundesweit teilnehmen konnten, wurden sechs Projektschulen ausgewählt. 

Elisabeth-Selbert-Gesamtschule, Bonn

 

Die Elisabeth Selbert Gesamtschule liegt in Bonn Bad Godesberg und unterrichtet rund 1200 SchülerInnen. Wir verstehen uns als eine Schule der Vielfalt. So setzt sich unsere Schülerschaft aus 140 Nationen zusammen.

Die unterschiedlichsten Herkunftsländer, Religionszugehörigkeiten, kulturellen Auffassungen und Begabungen verstehen wir als Bereicherung und wissen, dass unsere SchülerInnen von dieser Vielfalt profitieren. In der alltäglichen schulischen Begegnung werden die sozialen und interkulturellen Kompetenzen gestärkt und erweitert. Die SchülerInnen lernen mit- und voneinander, sie lernen zueinander zu stehen und gemeinsam, friedlich und demokratisch zu handeln.

 

Das Projekt „Solidarisch und gemeinsam gegen Extremismus“ entspricht auch unserem Verständnis der Demokratieförderung. Unsere Schule befindet sich in einem Stadtteil, der durch den Wegzug der Bundesregierung nach Berlin einen starken sozioökonomischen Wandel erlebt hat und in jüngster Zeit sowohl von salafistischen als auch von rechtsextremen Strömungen beeinflusst wird. Wir sind als Schule sehr engagiert darin, unsere Schülerschaft vor extremistischen Bewegungen zu schützen und durch präventive Maßnahmen ihr Demokratieverständnis zu festigen. 

 

 

Franz-Jürgens-Berufskolleg, Düsseldorf 

 

 

Oberstufenzentrum für Informations- und Medizintechnik, Berlin

 

 

Das Oberstufenzentrum Informations- und Medizintechnik im Bezirk Neukölln ist mit etwa 160 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und mehr als 2600 Schülerinnen und Schülern Berlins Kompetenzzentrum für die Ausbildung informations- und medizintechnischer Berufe. Von der beruflichen Erstausbildung über Doppelqualifikationen mit Studienberechtigung bis hin zur Weiterqualifikation an der Fachschule bietet unsere Schule eine große Auswahl an unterschiedlichen Bildungsgängen an. Ziel und Aufgabe des OSZ IMT ist es, bestmögliche Vorbereitung auf den angestrebten Beruf oder das spätere Studium zu ermöglichen, aber auch der Herausforderung der Integration von Flüchtlingen stellen wir uns mit insgesamt sieben Willkommensklassen. Hohe technische Ausstattungsstandards in Verbindung mit modernen Unterrichtskonzepten sollen zur Entwicklung der Fach-, Methoden- und Personalkompetenz der Lernenden auf optimale Weise beitragen.

 

Das OSZ IMT nimmt am Projekt teil, weil wir an unserer Schule besondere Bedarfe bei der Integrationsarbeit von muslimischen Schülerinnen und Schülern sehen und Einzelfällen von rechtsextremistischen Tendenzen präventiv zukünftig besser begegnen möchten. Auch wenn wir an unserer Schule keine offen agierenden extremen Gruppen wahrnehmen, sehen wir Ansätze einer Wandlung, die wir gern beeinflussen wollen, so dass wir weiter in einer offenen, wertegeleiteten Gemeinschaft agieren können. Im Rahmen des Projektes erscheint uns die Unterstützung bei der Organisation gezielter Prävention, die im Kern auf die Unterbrechung von Radikalisierung zielt, das vordringliche Anliegen zu sein, von dem wir uns sehr angesprochen fühlen.

 

 

Herbert-Hoover-Schule, Berlin 

 

Die Herbert-Hoover-Schule ist eine integrierte Sekundarschule im Berliner Bezirk Wedding,

in der 450 Schüler*innen von der 7.-10. Klasse lernen. Die Schülerschaft hat zu fast 95% einen Migrationshintergrund, überwiegend türkisch und arabisch.

Im Januar 2016 wurden wir als Referenzschule im Modellprogramm „Kulturagenten für kreative Schulen“ zertifiziert und arbeiten seit Jahren erfolgreich im „Kulturellen Bildungsverbund Pankstraße“  mit benachbarten Grundschulen und Kultur-und Bildungseinrichtungen im Bezirk Wedding zusammen.

 

Klare Regeln und ein wertschätzender Umgang miteinander sind uns wichtig. Dabei dient Deutsch als Integrations-, Bildungs- und Kommunikationssprache dem Schulklima, in dem unter Achtung aller Unterschiedlichkeiten, gegenseitiges Verständnis und Rücksichtnahme aufgebaut werden können.

Der Islam spielt im Leben unserer Schüler*innen eine große Rolle. Allerdings nehmen die Kolleg*innen einen zunehmend unreflektierten Umgang mit dem Islam wahr. Wir haben uns für das Modellprojekt beworben, weil wir hoffen, dass unsere  konventionellen Arbeitsweisen durch das Ausprobieren und Beschreiten neuer Wege im Modellprojekt bereichert werden können. 

 

Käthe-Kollwitz- Berufskolleg, Hagen 

 

 

Sophie-Scholl-Gesamtschule, Hamm

 

„Keine Schülerin und kein Schüler darf verloren gehen.“ – So lautet ein Motto unserer Schule. Als Gesamtschule in einem vom Strukturwandel geprägten Stadtteil Hamms sind wir in besonderer Weise gefordert, uns auf die Vielfalt unserer Schülerinnen und Schüler einzustellen. Wir haben deshalb zahlreiche abgestimmte Maßnahmen der individuellen Förderung und Forderung installiert und einen wertschätzenden Umgang miteinander zum Maßstab all unserer Bemühungen erhoben.

 

In unserem „Gesprächsforum Schulentwicklung“, einem regelmäßigen Austauschtreffen von Eltern, Lehrkräften sowie Schülerinnen und Schülern, haben wir Beobachtungen zu zunehmender Intoleranz und Extremismus zusammentragen müssen. Auf diese Entwicklungen wollen wir schnell reagieren und erwarten von dem Projekt „Solidarisch und gemeinsam gegen Extremismus“, dass wir zum einen Unterstützung bei der konkreten Begleitung auffälliger Schülerinnen und Schüler erhalten und zum anderen durch eine Vielzahl von präventiven Projekten und Maßnahmen gezielt gegen diese Tendenzen angehen können.

 

 

 

 

 

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