Auf Grund der aktuellen Situation werden wir die Bewerbungsfrist für die Teilnahme an der Weiterbildung bis zum 15. Juni 2020 verlängern. Sollte es nötig sein, werden Teile als Online-Format / Webinar stattfinden. 

Bleiben Sie gesund. 

Ihr CleaRTeaching Team 

Weiterbildung CleaRTeaching

In einer praxisnah konzipierten Weiterbildung sollen Lehrer*innen und Schulsozialarbeiter*innen dazu befähigt werden, Radikalisierungsprozesse zu erkennen und mit angemessenen Maßnahmen darauf zu reagieren. Im Mittelpunkt stehen hierbei die Schnittstellen zwischen Demokratiebildung, politischer Bildung, Sozialer Arbeit und Radikalisierungsprävention. Mit Abschluss der Weiterbildung sind Lehrer*innnen sowie Schulsozialarbeiter*innen in der Lage, als zertifizierte Clearingbeauftragte das Clearingverfahren an ihren Schulen zu implementieren und durchzuführen.

Die Weiterbildung stellt eine Ergänzung zu bereits vorhandenen schulischen Beratungskonzepten dar und kann an Strukturen der Beratungsteams, Kriseninterventionsteams und die Schulsozialarbeit andocken. In acht Modulen werden neben spezifischem Wissen zu Radikalisierungsverläufen und den Phänomenbereichen des politischen und religiösen Extremismus auch Methoden der phänomenübergreifenden politischen Bildung sowie Methoden der Beratungsarbeit vermittelt.

Anhand von diversen Praxisbeispielen aus dem Modellprojekt „CleaR-Clearingverfahren gegen Radikalisierung“ werden die Weiterbildungsinhalte vermittelt. Zudem wird es ausreichend Möglichkeiten geben, eigene Beispiele aus der Praxis zu besprechen und sich mit Kolleg*innen auszutauschen.

Sehr geehrte Schulleiter/ – innen,

wir müssen davon ausgehen, dass radikale Ideologien und Ideen auch zukünftig eine Rolle spielen werden — besonders aus dem rechtsextremen und rechtspopulistischen Spektrum, aber auch durch den religiös begründeten Extremismus. Somit stehen auch Schulen als Teil der Gesellschaft vor der Herausforderung, wie sie mit sich radikalisierenden Schüler/-innen einen pädagogischen Umgang finden können.

In einer praxisnah konzipierten Weiterbildung werden Lehrer/ -innen und Schulsozialarbeiter/ -innen dazu befähigt, Radikalisierungsprozesse zu erkennen und mit angemessenen Maßnahmen darauf zu reagieren. Im Mittelpunkt stehen hierbei die Schnittstellen zwischen Demokratiebildung, politischer Bildung, Sozialer Arbeit und Radikalisierungsprävention.
Die Weiterbildung ergänzt die vorhandenen schulischen Beratungskonzepte und kann an Strukturen der Beratungsteams, Kriseninterventionsteams und die Schulsozialarbeit andocken. In acht Modulen werden spezifisches Wissen zu Radikalisierungsverläufen und den Phänomenbereichen des politischen und religiösen Extremismus, Methoden der phänomenübergreifenden politischen Bildung sowie Methoden der Beratungsarbeit vermittelt.
Die Module der Weiterbildung werden durch diverse Praxisbeispiele aus dem Modellprojekt „CleaR-Clearingverfahren gegen Radikalisierung“ angereichert.

Zudem wird es für die Beteiligten ausreichend Möglichkeiten geben, eigene Beispiele aus der Praxis zu besprechen und sich mit Kolleg/ -innen auszutauschen.

Die Aktion Gemeinwesen und Beratung e.V. ist ein Jugendhilfeträger in Düsseldorf und verfügt über jahrelange Erfahrung im Bereich der Radikalisierungsprävention, im Bereich der Jugendhilfe als auch im Feld Schule. Gemeinsam mit der Bundeszentrale für politische Bildung wurde an sechs Schulen bundesweit von 2016 — 2019 das Clearingverfahren implementiert und erprobt. Die Erfahrungen aus diesem Projekt zeigen, dass ein strukturiertes Verfahren im Umgang mit Radikalisierungsprozessen an Schulen sehr hilfreich ist. Auch die flankierenden Maßnahmen haben gezeigt, dass politische Bildung und Sensibilisierung bei allen schulischen Akteuren zu einem unaufgeregten und professionellen Umgang mit den Phänomenen des politischen und religiösen Extremismus führen.

Diese Erfahrungen möchten wir nun in einer modularisierten Weiterbildung an die Regelakteure des schulischen Systems weitergeben, um diese zu befähigen bereits vorhandene Beratungsstrukturen an ihrer Schule sinnvoll zu ergänzen. Das Projekt „CleaRTeaching — Umgang mit neosalafistischen und rechtsextremen Haltungen im schulischen Kontext“ wird ebenfalls von der Bundeszentrale für politische Bildung gefördert.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.
Lisa Kiefer (Projektleitung)

Modul 1 Mi, 30. September bis Fr, 02. Oktober

Einführungsveranstaltung und Grundlagenvermittlung Theoretische Grundlagen sowie Möglichkeiten und Grenzen der Radikalisierungsprävention   I Einführung in das Clearingverfahren und Case Management I Einführung in die Phänomenbereiche des politischen und religiösen Extremismus I Praktische Erfahrungen aus dem Modellprojekt I Sensibilisierung für Nährböden der Radikalisierung in Schulen I Demokratiepädagogische Schulentwicklung und Leitungsverantwortung

Modul 2 Do, 12. November bis Fr, 13. November

Das Clearingverfahren — Methoden und Haltung in der Fallarbeit
Prämissen für die Radikalisierungsprävention in der Schule I Kritische Reflexion des Präventionsbegriffs I Erste praktische Erfahrungen in der Anwendung des Clearingverfahrens I Reflexion über die Rolle und die Aufgaben des/ der Clearingbeauftragen I Reflexion zur Religionssensibilität

Modul 3 Do, 10. Dezember bis Fr, 11. Dezember

Wirklichkeitskonstruktionen in der Fallarbeit — Selbst- und Fremdwahrnehmung
Fallarbeit im Clearingverfahren I Rechercheschritte und Wirklichkeitskonstruktionen I Selbstreflexion zu Wahrnehmung und Beurteilung I Interventionsformate in der Fallarbeit

Modul 4 Do, 14. Januar bis Fr, 15. Januar

Rechtlicher Rahmen der Radikalisierungsprävention in Deutschland
Rechtliche Grundlagen für die Faltarbeit und Radikalisierungsprävention I Relevante Gesetzgebung aus dem StGB, dem SGB I Datenschutz und rechtlichen Grundlagen im Beratungsprozess I Grundlagen zum Opferschutz

Modul 5 Do, 04. Februar bis Fr, 05.  Februar

Phänomenübergreifende politische Bildung Aufgaben, Selbstverständnis und Haltung als politische Bildner/ -in I Methoden zur phänomenübergreifenden politischen Bildung I Flankierenden Maßnahmen zum Clearingverfahren:
Formate politischer Bildung in der Schule

Modul 6 Do, 18. März bis Fr, 19. März

Beratungsarbeit und Distanzierungsprozesse in der Fallarbeit
Schnittstellen der Beratungsarbeit und der politischen Bildung I Beziehung Berater/ -in — Klient/ -in I Haltung in der Beratung I Methoden der schulischen Beratungsarbeit

Modul 7 Do, 22. April bis Fr, 23. April

Erweiterung der Methoden der Fallarbeit und Beratungsarbeit

Modul 8 Do, 06. Mai bis Fr, 07. Mai

Abschlussmodul und Zertifizierung
Vorstellung der Projektarbeit I Supervision I Vernetzung mit lokalen, außerschulischen Projekten und Partnern

Zeitraum der Weiterbildung September 2020 — Mai 2021
Veranstaltungsort:
Hamburg

Teilnehmendenzahl
Mindestens 12 Teilnehmende, maximal 20 Teilnehmende.

Kosten
Gesamtkosten 450 Euro inklusive Übernachtung zwischen den Fortbildungstagen, Vollverpflegung, Seminarunterlagen und Fotodokumentation. Die Teilnehmerbeiträge decken nur einen kleinen Teil der Gesamtkosten. Die Weiterbildung wird durch die Bundeszentrale für politische Bildung finanziert.

An- und Abreise
Die An- und Abreise zu den Veranstaltungen erfolgen auf Ihre eigenen Kosten und auf Ihr eigenes Risiko als Teilnehmer/ -in

Haftung
Die Haftung übernimmt die Aktion für Gemeinwesen und Beratung e.V. weder für Personen-, Sachoder Vermögensschäden, außer im Falle von fahrlässiger oder vorsätzlicher Pflichtverletzung der Aktion Gemeinwesen und Beratung e.V

Abschluss/ Zertifizierung
Die Weiterbildung endet mit der Zertifizierung der Teilnehmenden. Voraussetzung für die Zertifizierung ist die Teilnahme an mindestens 80% der Weiterbildung sowie die Vorstellung eines eigenen Falls bzw. der Implementierung des Clearingverfahrens an der eigenen Schule. Bei Nichterfüllung der Voraussetzungen wird den Teilnehmenden eine Teilnahmebescheinigung ausgestellt.

Schulen der Sekundarstufe I und Il (insbesondere berufsbildende Schulen) aus den Bundesländern Niedersachsen, Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern können sich für die Teilnahme an dem Projekt „CleaRTeaching — Umgang mit neosalafistischen und rechtsextremen Haltungen im schulischen Umfeld“ bewerben.

Wenn Ihre Schule an dem Projekt teilnehmen möchte, bewerben Sie sich bitte bis zum 15. Juni 2020 mit einem formlosen Schreiben im Umfang von ca. zwei Seiten. Das Schreiben sollte ein Bild Ihrer Schule vermitteln und den Handlungsbedarf im Hinblick auf Radikalisierungsprävention erkennen lassen.

Bewerbungen senden Sie bitte an: lisa.kiefer@die-agb.de oder per Post an: Aktion Gemeinwesen und Beratung e.V., z. Hd. Lisa Kiefer, Himmelgeister Str. 107, 40225 Düsseldorf

Voraussetzungen
Von Seiten der Schulen sollten folgende Voraussetzungen mitgebracht werden:

  • Bereitschaft zur Kooperation und zur Umsetzung des Clearingverfahrens an der eigenen Schule Ausreichende personelle und zeitliche Ressourcen zur Umsetzung des Clearingverfahrens an der Schule
  • Entsendung von zwei Personen (im Idealfall Lehrer/ -in und Schulsozialarbeiter/ -in) zur Weiterbildung
  • Beschluss zur Teilnahme an dem Projekt durch Schulleitung
  • Teilnahme der Schulleitung oder einer Person der erweiterten Schulleitung an einem Tag während des 1. Moduls
Modul 1 - Einführungsveranstaltung und Grundlagenvermittlung

Theoretische Grundlagen sowie Möglichkeiten und Grenzen der Radikalisierungsprävention | Einführung in das Clearingverfahren und Case Management | Einführung in die Phänomenbereiche des politischen und religiösen Extremismus | Praktische Erfahrungen aus dem Modellprojekt | Sensibilisierung für Nährböden der Radikalisierung in Schulen

Modul 2 - Das Clearingverfahren – Methoden und Haltung in der Fallarbeit

Prämissen für die Radikalisierungsprävention in der Schule | Kritische Reflexion zum Präventionsbegriff | Erste praktische Erfahrungen in der Anwendung des Clearingverfahrens | Reflexion über die Rolle und die Aufgaben des/ der Clearingbeauftragen | Reflexion zur Religionssensibilität

Modul 3 - Wirklichkeitskonstruktionen in der Fallarbeit – Selbst- und Fremdwahrnehmung

Fallarbeit im Clearingverfahren | Rechercheschritte und Wirklichkeitskonstruktionen | Selbstreflexion zu Wahrnehmung und Beurteilung | Interventionsformate in der Fallarbeit

Modul 4 - Rechtlicher Rahmen der Radikalisierungsprävention in Deutschland

Rechtliche Grundlagen für die Fallarbeit und Radikalisierungsprävention | Relevante Gesetzgebung aus dem STGB, dem SGB | Datenschutz und rechtlichen Grundlagen im Beratungsprozess | Grundlagen zum Opferschutz

Modul 5 - Phänomenübergreifende politische Bildung

Aufgaben, Selbstverständnis und Haltung als politische Bildner/ -in | Methoden zur phänomenübergreifenden politischen Bildung | Flankierenden Maßnahmen zum Clearingverfahren: Formate politischer Bildung in der Schule

Modul 6 - Beratungsarbeit und Distanzierungsprozesse in der Fallarbeit

Schnittstellen der Beratungsarbeit und der politischen Bildung | Beziehung Berater – Klient | Haltung in der Beratung | Methoden der schulischen Beratungsarbeit

Modul 7 - Erweiterung der Methoden der Fallarbeit und Beratungsarbeit

Erweiterung der Methoden der Fallarbeit und Beratungsarbeit

Modul 8 - Abschlussmodul und Zertifizierung

Vorstellung der Projektarbeit | Supervision | Vernetzung mit lokalen, außerschulischen Projekten und Partnern

Aktuelle Termine für den 1. Weiterbildungsdurchgang in den Bundesländern Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern

 

Bewerbungszeitraum:

  1. März 2020 – 27. April 2020

 

Weiterbildung:

Modul 1 Mi, 30. September bis Fr, 02. Oktober 2020

Modul 2 Do, 12. November bis Fr, 13. November 2020

Modul 3 Do, 10. Dezember bis Fr, 11. Dezember 2020

Modul 4 Do, 14. Januar bis Fr, 15. Januar 2021

Modul 5 Do, 04. Februar bis Fr, 05. Februar 2021

Modul 6 Do, 18. März bis Fr, 19. März 2021

Modul 7 Do, 22. April bis Fr, 23. April 2021

Modul 8 Do, 06. Mai bis Fr, 07. Mai 2021