CleaRTeaching – Umgang mit Radikalisierungsprozessen im schulischen Kontext

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Radikalisierungsprävention im schulischen Kontext
In der Adoleszenz durchlaufen Menschen physische und psychische Entwicklungsprozesse, die mitunter mit schwierigen altersspezifischen Entwicklungsaufgaben einhergehen. Diese Lebensphase ist sowohl von Verunsicherung und Instabilität als manchmal auch durch extreme Provokation gegenüber Eltern, Lehrer*innen und anderen Autoritäten gekennzeichnet.
Ist dieser ohnehin schon schwierige Abschnitt des Lebens zusätzlich durch negative Erfahrungen und Erlebnisse geprägt, kann dies Jugendliche und junge Erwachsene besonders empfänglich für die Ideologien extremistischer Gruppierungen machen. Mit ihrem vermeintlich simplen Weltbild, klaren Strukturen und einem stabilen Umfeld bieten diese Gruppierungen ein Angebot, welches scheinbar perfekt zur Bedürfnislage junger Menschen passt. Dabei liegt ihre wahre Absicht darin, die Krisen junger Menschen gezielt für ihre eigenen ideologischen Zwecke zu missbrauchen.
Problematisch wird dies vor allem dann, wenn radikale Äußerungen und Provokationen zu einem Bruch mit dem bisherigen Umfeld führen und Jugendliche bereit sind, ihre Überzeugungen mit Gewalt durchzusetzen und dabei sich selbst und andere gefährden.

Das Projekt „CleaRTeaching“
Die Ergebnisse des Modellprojekts „CleaR – Clearingverfahren gegen Radikalisierung“ sollen in diesem Projekt in die Regelstruktur der Schule und der Schulsozialarbeit transferiert werden. Hierzu bieten wir ab September 2020 drei Weiterbildungsdurchgänge für Lehrer*innen und Schulsozialarbeiter*innen an. In acht Modulen vermitteln wir wichtige Inhalte, die dazu befähigen sollen das Clearingverfahren an der eigenen Schule zu implementieren und umzusetzen.

Schulen können sich für die Weiterbildung bewerben. Mehr zu der Ausschreibung und dem Bewerbungsverfahren finden Sie unter Aktuelles.

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