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Die Elisabeth-Selbert-Gesamtschule (ESG) Bonn hat sich am vergangenen Freitag, den 25.06.2021, am „Anne Frank Tag 2021“ beteiligt, einem bundesweiten Aktionstag gegen Antisemitismus und Rassismus. Die Schüler*innen der ESG Bonn arbeiteten zum Aktionstag mit der Plakatausstellung  „Blick auf die Geschichte“, die vom 31.05.2021 bis zu den Sommerferien im Foyer des Schulgebäudes gezeigt wurde. Zudem bekamen sie Anne Frank Zentrum entwickelte, digitale Lernmaterialien zur Verfügung gestellt. Die Klassen vom Frau Warning-Rau und Frau Paschold nahmen darüber hinaus noch jeweils an einer digitalen Führung durch die Ausstellung „Alles über Anne“ im Anne Frank Zentrum in Berlin teil. Sie erfuhren Näheres über Anne Franks Kindheit, die Zeit im Exil und im Versteck sowie über die Deportation ins Konzentrationslager Bergen-Belsen. Die Schüler*innen zeigten sich insbesondere beeindruckt vom Engagement der Helfer*innen, die Anne Frank und ihre Familie in ihrem Versteck im Hinterhaus im Amsterdamer Exil unterstützten. Zu einem kurzen Einspieler eines Zeitzeugeninterviews merkte ein Schüler an: „Das Erzählen von Zeitzeugen macht es für uns Schüler viel deutlicher, was sonst im Unterricht für uns nicht so richtig greifbar ist“. Als Fazit meldeten die Schüler*innen zurück, dass sie die digitale Führung als „super strukturiert, eindrucksvoll und gut nachvollziehbar“ empfanden, insbesondere durch die multimediale Aufbereitung. – Die Klasse von Frau Theodossiou hat sich darüber hinaus mit den Schicksalen von Jüdinnen und Juden in Bonn beschäftigt. Sie haben Portfolios zu ehemaligen jüdischen Bürger*innen erarbeitet und diese in eine interaktive Stadtkarte von Bonn eingebunden. Somit haben sie Spuren jüdischen Lebens in Bonn nachgezeichnet und ihre Mitschüler*innen greifbar gemacht. Die Überblickskarte findet sich unter folgendem Link – ein Blick lohnt sich auf jeden Fall: https://kurzelinks.de/kfsw  

Der Anne Frank Tag findet seit 2017 rund um Anne Franks Geburtstag (12. Juni) statt. Deutschlandweit engagieren sich Schüler*innen an beinahe 500 Schulen bei der bundesweiten Aktion, die vom Anne Frank Zentrum in Berlin organisiert wird. Unter dem diesjährigen Motto „Blick auf die Geschichte“ beschäftigen sich die Schüler*innen mit Anne Franks Lebensgeschichte und nehmen Fotos als historische Quellen kritisch in den Blick. Anne Frank ist eines der bekanntesten Opfer des Holocaust und wurde durch die Veröffentlichung ihres Tagebuchs weltweit bekannt. In diesem Jahr ist das Interesse am Aktionstag besonders groß: Die Zahl der teilnehmenden Schulen hat sich seit der Initiierung durch das Anne Frank Zentrum versechsfacht. Der Anne Frank Tag steht jedes Jahr unter einem besonderen Motto und soll Schüler*innen und Lehrer*innen dazu anregen, sich mit der Geschichte von Anne Frank in der Zeit des Nationalsozialismus sowie mit Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung in der Gegenwart zu befassen. Christine Lambrecht, Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz, übernimmt auch 2021 die Schirmherrschaft. Ziel des Anne Frank Tages 2021 ist es, dass Schüler*innen ihre Medienkompetenz weiterentwickeln und ihre Urteilskraft gestärkt wird. Dies gilt insbesondere auch hinsichtlich antisemitischer Verschwörungserzählungen in der Gegenwart. Zu den Lernmaterialien gehört die Ausstellung „Blick auf die Geschichte“. Sie erzählt auf sieben großformatigen Plakaten – gedruckt und online – die Lebensgeschichte von Anne Frank anhand von historischen Fotografien. Die Fotografien zeigen Anne Frank in der Zeit zwischen 1931 als zweijähriges Kind und zuletzt 1942 als 13-jährige Teenagerin. Zwei Monate später musste die Familie Frank untertauchen und sich vor den Nationalsozialisten verstecken.

An der Elisabeth-Selbert-Gesamtschule (ESG) wurde der „Anne Frank Tag 2021“ organisiert durch den extern bestellten Präventionsbeauftragten Jan-Hendrik Weinhold-Flum. Er ist an der Schule im Rahmen des Projekts „CleaRTeaching“ tätig, berät Lehrerkollegium und sensibilisiert die Schülerschaft für die Gefahren von Salafismus und Rechtsextremismus. Das Projekt wird durchgeführt in Trägerschaft der Aktion Gemeinwesen und Beratung e.V. (AGB) und gefördert durch die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb). Weitere Infos zum Projekt finden sich hier: https://www.clearing-schule.de/ (Verfasser: Jan-Hendrik Weinhold-Flum)

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