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Am 14. Juni 2021 startete das Team der Weiterbildung „CleaRTeaching – Umgang mit neosalafistischen und rechtsextremen Haltungen im schulischen Kontext“ zu einer Dienstreise der besonderen Art. Das Ziel dieser insgesamt 1.700 km langen Reise war es, nach der erfolgreichen Teilnahme an der Weiterbildung „CleaRTeaching“ Gespräche zur Implementierung des Clearingverfahrens an den Projektschulen zu führen und den Teilnehmenden aus Lehrerkollegium und Schulsozialarbeit ihre Zertifikate persönlich zu überreichen.

In allen zehn Schulen wurde das Weiterbildungsteam sehr freundlich empfangen. Überall gab es nach der feierlichen Übergabe der Zertifikate gemeinsame Abschlussgespräche mit den Schulleitungen und den Teilnehmenden, die die Tandems sehr unterschiedlich gestalteten. Die einen organisierten eine traditionelle ostfriesische Teezeremonie, die anderen gewährten im Rahmen einer Führung durch das Schulgebäude Einblicke in ihr tägliches Arbeitsumfeld. Dies waren für die Teilnehmenden und das Weiterbildungsteam wichtige Momente der tatsächlichen sozialen Interaktion, die in den acht Modulen der Weiterbildung immer nur „technisch übersetzt“ möglich war. Bei allen Gesprächen stand das Clearingverfahren und seine Implementierung im Fokus: „Das Clearingverfahren halte ich für ein sehr hilfreiches Werkzeug, das einen dazu befähigt, Schaden zu begrenzen, den man ohne die Methoden verursacht hätte. Zudem gibt das Verfahren durch seine logische Schrittfolge Handlungssicherheit“, so resümierte ein Teilnehmer. „Wir haben viel über die Vernetzung mit inner- und außerschulischen Partnern zur Bearbeitung von vermuteten Radikalisierungsfällen gelernt“, so schloss sich eine andere Teilnehmerin an.

In der Weiterbildung „CleaRTeaching“ wurden die Teilnehmenden geschult, Radikalisierungsprozesse an ihrer Schule zu erkennen und pädagogisch angemessen darauf zu reagieren. Im ersten Weiterbildungsdurchgang waren allgemein- und berufsbildende Schulen aus den norddeutschen Bundesländern dazu aufgerufen sich für die Teilnahme zu bewerben. Sie stellten dafür jeweils ein Tandem aus Lehrer*innen und Schulsozialarbeiter*innen zusammen und ermöglichten ihnen die Beteiligung an den insgesamt acht Modulen der Weiterbildung. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde der ursprünglich für Oktober 2020 vorgesehene Auftakt der Weiterbildung auf Januar 2021 verlegt. Zudem musste aufgrund der Pandemielage von der Durchführung als Präsenzveranstaltung leider abgesehen werden. Die Weiterbildung „CleaRTeaching – Umgang mit neosalafistischen und rechtsextremen Haltungen im schulischen Kontext“ wird von 2020 bis 2022 durchgeführt in Trägerschaft des Jugendhilfeträgers „Aktion Gemeinwesen und Beratung e.V.“ (Die AGB) Düsseldorf. Die Förderung erfolgt durch die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb).

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Die Weiterbildung „CleaRTeaching“ geht in die nächste Runde – bewerben Sie sich gerne! Der nächste Durchgang findet teils als Online- und teils als Präsenzveranstaltung in Erfurt statt. Die aktuelle Bewerbungsfrist endet am 30. Juli 2021. Weitere Information und das Bewerbungsformular finden Sie unter: https://www.clearing-schule.de/weiterbildung-clearteaching/

(Verfasser: Jan-Hendrik Weinhold-Flum)

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